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Wichtige Bauteile eines mechanischen Uhrwerkes sind
1. Antriebsvorrichtung mit dazugehörigem Aufzug (Feder, Gewichtszug…)
2. Räderwerk
3. Anzeigevorrichtung mit Zeiger oder Springzahlen
4. ruhende, rückführende oder freie Hemmung
5. Gangregelung mittels Unruh, Kugelumlauf, Pendel oder Drehpendel
In hochwertigen kleinen Uhrwerken werden Edelsteine als Lagersteine für
bewegliche Teile verwendet, da zwischen Stahl und Stein eine geringere Reibung
entsteht als zwischen zwei Stahlbauteilen. Hierdurch wird der Verschleiß
reduziert und, durch gleichmäßige Kraftübertragung, die Ganggenauigkeit erhöht.
Verwendet werden heute synthetische Steine, z. B. Rubine.
Uhrwerk einer mechanischen Stoppuhr
Uhrwerk einer mechanischen Stoppuhr
Anzeige
Einfache Uhrwerke verfügen nur über einen Stunden- und einen Minutenzeiger. In
aufwändigeren Uhrwerken kommen Funktionen (auch Komplikationen genannt) wie
Sekundenzeiger, Datumsanzeige, Wochentag, Weckfunktionen, Stoppuhr, Mondphase
etc. hinzu. Es gibt auch andere Arten der Anzeige, wie beispielsweise nur einen
(Stunden-)Zeiger bei der Einzeigeruhr oder die Anzeige mithilfe von drehenden
Scheiben unter einem Ausschnitt bei der Scheibenuhr.
Aufziehen
Entgegen landläufiger Meinung kann man aktuelle mechanische Uhrwerke beim
Aufziehen nicht „überdrehen“. Die Anfangs- und Endöse der Feder ist aus
gehärtetem Stahl, so dass ein Brechen nur durch extreme Krafteinwirkung
vorstellbar wäre. Wenn eine Uhr nach dem Aufziehen der Feder nicht anläuft,
liegt es fast immer daran, dass das Räderwerk verschmutzt ist, oder das zum
Schmieren verwendete Öl zu zäh geworden ist. Uhren mit automatischem Aufzug
verfügen über einen Federzaum, der die Aufzugfeder bei Vollaufzug durchrutschen
lässt.
Elektromechanische Uhrwerke
Uhrwerk der Matthäuskirche in Lehrte
Uhrwerk der Matthäuskirche in Lehrte
Der Taktgeber der Uhr ist ein elektrischer Synchronmotor, der über ein Getriebe
die Anzeigenelemente wie bezifferte Räder oder fallende Plättchen antreibt.
Elektronische Uhrwerke
Der Taktgeber der Uhr sind die Schwingungen einer induktiv angeregten Stimmgabel
oder eines elektronisch angeregten Stoffes. Die Schwingungen werden über
Frequenzteiler oder diskret in Bits gezählt und mit Hilfe einer Software
verarbeitet.
* Die Stimmgabeluhr erreicht dabei Schwingungen im Bereich von 500 Hertz.
* Die Uhren auf Basis elektronisch angeregter Stoffe erreichen erheblich höhere
Frequenzen, die Genauigkeit hängt von der Wahl des Stoffes und den
Umweltbedingungen ab.
* Die genauesten Uhren sind die Atomuhren, die meist Cäsium-Atome als
Schwingstoff verwenden.
* Normale Armbanduhren verwenden heute fast ausschließlich Quarzkristalle als
taktgebenden Stoff, so dass sich auch der Begriff Quarzuhr durchgesetzt hat.
Funktionen Uhrwerke Stundenzählung Geschichte Schmuckuhren Taschenuhr Eisenräderuhr Rathausuhr